News 2015

Elternarbeit einmal anders

An der Hauptschule Coerde fand erstmals ein gemeinsames Projekt für Schüler und Eltern statt. Ziel des Programms war die Unterstützung der Jugendlichen durch ihre Eltern beim Übergang von der Schule zum Beruf.Foto:
(mfe)


Münster-Coerde - Elternarbeit einmal anders: An der Hauptschule Coerde fand ein neues Projekt mit Eltern und Jugendlichen gemeinsam statt. „FuN“ lautet der Titel dieses Modells, dass eine Kooperation und Vernetzung familienbezogener Arbeit im Stadtteil beinhaltet.

Im Vorfeld wurden die beiden Klassenlehrer der achten Jahrgangsstufe, Elisabeth Stute und Harald Schmidt sowie Heike Diedrich von der Arbeitsagentur auf dieses Projekt vorbereitet. „Unsere Lehrer können Kinder unterrichten, Erwachsenenbildung war für sie ein ganz neuer Bereich“, erklärte die Konrektorin der Hauptschule, Inge Nieländer.

Eltern und Jugendliche beim Übergang von der Schule zur Ausbildung stärken war das Hauptthema an den fünf Nachmittagen, an denen neun Familien teilnahmen.

„Eltern spielen eine wichtige Rolle bei der Berufswahlorientierung und Lebensplanung sowie bei der Förderung der Ausbildungsreife ihrer heranwachsenden Kinder“, betonte Inge Nieländer. Ihre Unterstützung stabilisiere die Jugendlichen in der Übergangsphase und sei grundlegend für ihre Persönlichkeitsentwicklung, Lernmotivation, Leistungsbereitschaft und selbstverantwortliche Lebensgestaltung. Gestärkt werden müssten dabei vor allem Familien mit niedrigem Einkommens- und Bildungsniveau und Eltern mit Migrationshintergrund. Das Programm beinhaltete auch die Förderung von Schlüsselqualifikationen der Jugendlichen und der Eltern, die im Berufsleben für beide relevant sind.

„Das Projekt war ein voller Erfolg“, freute sich Inge Nieländer beim Abschluss. Elternarbeit sei gerade an der Hauptschule ein nicht ganz einfaches Thema.

Bei den Treffen hätten Eltern und Kinder hervorragend zusammengearbeitet und sich auch bei voneinander getrennten Arbeiten sehr gut mit eingebracht. So haben beispielsweise die Jugendliche einmal für alle gekocht, während sich ihre Eltern einem anderen Thema widmeten. Daneben fanden teils sehr offene Gespräche statt, in denen sich alle über ihre persönlichen Erfahrungen aber auch eventuelle Sorgen und Nöte austauschen konnten.

Die Konrektorin geht davon aus, dass alle Teilnehmer sehr von dem neuen Konzept profitiert hätten. Ein Dank ging auch an einige Schüler der zehnten Klasse, die während der Treffen, die Betreuung von Geschwisterkindern übernommen haben.

VON MARION FENNER, MÜNSTER

WN 04.06.2011
 

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